„Die Schule rollt!“ bringt Bewegung in Realschule plus Edenkoben

 

Unter dem Motto „Die Schule rollt!“ machte der TV Laubenheim am 22. Mai an der Paul-Gillet-Realschule plus Edenkoben für Gemeinsamen Unterricht (GU) mobil. Nicht-behinderte Kinder erhielten Einblick in neue Bewegungsmöglichkeiten und konnten spüren, wie es sich anfühlt, mit körperlicher Beeinträchtigung im Rollstuhl aktiv zu sein. Auch die Lehrkräfte erhielten nützliche Informationen rund um das gemeinsame Sporttreiben.
„Die Schule rollt!“ wird an rheinland-pfälzischen Regelschulen vorzugsweise in Klassen mit rollstuhlfahrenden Schülerinnen und Schülern kostenlos realisiert. Ausgestattet mit Kinderrollstühlen, einem Hindernisparcours und erfahrenen Trainern besucht das Projektteam Einrichtungen im ganzen Land. Der Hindernisparcours aus Rampen, Stufen und simuliertem Kopfsteinpflaster soll zeigen, mit welchen Schwierigkeiten die Kinder im Rollstuhl im Alltag zu kämpfen haben – und wie diese überwunden werden können. „Hemmschwellen und Berührungsängste können so durch das selbstständige Ausprobieren des Rollstuhlfahrens abgebaut werden. Bei jedem Termin ist mindestens ein rollstuhlfahrender Übungsleiter mit dabei, der Fragen beantworten kann und aus seinem Erfahrungsschatz berichtet“, umschreibt Nora Sties das Projekt.
„Das war cool – am Anfang ganz schön schwierig, aber dann hat es richtig Spaß gemacht“, so Stimmen aus der 5. Klasse. Oder: „Jetzt kann ich die Menschen im Rollstuhl viel besser verstehen und ihnen helfen.“
„Die Schule rollt!“ ist ein gemeinsames Projekt mehrerer Bündnispartner. Der Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz (BSV) und die Unfallkasse Rheinland-Pfalz unterstützen den Initiator TV Laubenheim inhaltlich und finanziell bei der Umsetzung. „Eigene Erfahrungen sammeln und ausprobieren – das ist gerade für Kinder und Jugendliche besonders wichtig. Positive Bewegungserfahrung stärkt die Entwicklung und das Selbstbewusstsein aller Kinder. Auch für die Lehrkräfte sind die Erfahrungen von großer Bedeutung“, sind die Projektinitiatoren überzeugt. Sie möchten dazu beitragen, Rollstuhl fahrende Kinder und Jugendliche im Regelsportunterricht einzubinden. „Es ist einfach toll zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder dabei sind und wie sich durch diese Art des Sportunterrichts neue Sichtweisen eröffnen“, so Nora Sties vom TV Laubenheim. „Auf diese Weise können wir auch Türen öffnen und Hemmschwellen abbauen“, betont Andreas Kosel, Referatsleiter Sport und Bewegungsförderung der Unfallkasse RLP.